Ewer Frieda – Der Giekewer in Hamburg.2019-01-29T17:42:03+00:00

Herzlich Willkommen!
Auf dieser Seite finden sie die über 100 jährige Geschichte des Ewers FRIEDA, die auch unter DIESEM LINK* im pdf-Format herunterzuladen ist. Sie erfahren hier auch, wo man FRIEDA im Laufe des Jahres antrifft und wie man mitfahren kann.

Zusätzlich erhalten Sie interessante Informationen über die über 300-jährige Familiengeschichte der Schipperfamilie Albers aus den Vier- und Marschlanden / Hamburg.

Viel Spaß bei der Erkundung vom Giekewer FRIEDA!

*Datei kann für privaten Gebrauch gelesen und gedruckt werden. Das Bearbeiten, Verändern und Nutzen von Fotos und Text nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers.

Hauptabmessungen

Auf dem Smartphone bitte die Tabelle nach rechts wischen.

Baujahr 1909, Gustav Junge Werft Wewelsfleth Tiefgang 1,10 m, mit Schwert 2,50 m
Länge über Deck 16,10 m Seitenhöhe OkK bis Deck 1,475 m
Länge LPP 17,00 m Tragfähigkeit 50 t
Länge über alles 23,60 m Vermessung 28,2 BRT
Breite auf Spant 4,05 m Segelfläche 165 qm
Breite über Alles 4,20 m Motor Daimler Benz AG, Berlin Bj. 1958
TYP: M203B, 92 PS , 3 Zylinder

Der Ewer FRIEDA ist im Binnenschiffsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Nr. BSR 17361 eingetragen und darf neben der Besatzung noch 12 Personen mitnehmen.

„Giekewer“

Die FRIEDA wurde als „Giekewer“, das heißt einmastig mit einer Kuttertakelung, Toppsegel und zwei Vorsegel geriggt. Die anderen Ewer dieser Baureihe, wie z.B. das Schwesterschiff, die ANNA Baunummer 166, bekamen einen zweiten Mast und werden „Besanewer“ genannt. Der Ewer FRIEDA wurde schon mit stählernen Schiffsboden gebaut, im Gegensatz wie z.B. die JOHANNA, die damals noch einen 100 mm Fichtenboden erhielt.

Die erste Reise

Die erste Reise vom Ewer FRIEDA endete vor Pagensand auf dem Grund der Elbe.
Offensichtlich war vor Anker liegend Wasser durch eine nicht richtig geschlossene Lukenabdeckung gelaufen.

Die FRIEDA war mit 9000 Mark versichert, wurde abgeborgen und nach der Instandsetzung auf der Junge-Werft an die Schifferfamilie Barkmann verkauft. Der neue Schiffer Theodor Barkmann  ließ 1928 auf der Fack-Werft in Lägerdorf den ersten Schiffsmotor, einen 25 PS HMG Glühkopfmotor einbauen. In den dreißiger Jahren wurde der Ewer FRIEDA mittschiffs um 8 m verlängert und die Seitenschwerter, der Klüverbaum und das Rigg entfernt. Die Schifferfamilie Barkmann fuhr mit der FRIEDA  Getreide, Kunstdünger, Zement und viele andere Güter überwiegend auf der Elbe, Weser und Ostsee. Im August 1958 wurde die FRIEDA wegen Unrentabilität aufgelegt.

Im Jahre 1959 kaufte die Hamburger Mineralölfirma Ernst Jung die FRIEDA und machte mit ihr unter dem Namen
EJ 12 Versorgungsdienste  für die Schiffe im Hamburger Hafen. Die Firma Jung übereignete 1982 die EJ 12 an den Museumshafen Oevelgönne und das Vereinsmitglied Uwe Kröncke übernahm für DM 1,16 (inkl. Steuer) den ehemaligen Frachtsegler.

In den Jahren von 1983 bis 1986 wurde das Schiff mit viel Aufwand und Arbeitseinsatz von Grund auf restauriert. Bei der kleinen Werft Sietas an der Lühe wurde EJ 12 wieder auf Originalmaß verkürzt und nach alten Plänen aufgeriggt. Der Ewer bekam den ursprünglichen Namen FRIEDA zurück und segelt nun schon seit über 25 Jahre auf Elbe, Nord- und Ostsee.

Seit 2012 ist der Schiffbauingenieur und Schipper Jürgen Albers Eigner der FRIEDA, die noch die nächsten 100 Jahre als segelndes Zeugnis seiner Zeit fahren soll.

Törnplan

FRIEDA ist in der Regel bei folgenden öffentlichen Veranstaltungen dabei :

Auf dem Smartphone bitte die Tabelle nach rechts wischen.

 
830. Hamburger Hafengeburtstag 10. bis 12. Mai 2019  Öevelgönne/Finkenwerder  Paradefahrten
19. Harburger Binnenhafenfest 1. und 2. Juni 2019  Harburg, Rundfahrten
52. Matjeswochen Glückstadt 13. bis 16. Juni 2019 Binnenhafen Glückstadt „Kunst an Bord“
Deichpartie Finkenwerder 31. August bis 1. September 2019 Kutterhafen Finkenwerder
Tag des offenen Denkmals 7. bis 8. September Kutterhafen Finkenwerder
Elbfest Hamburg mit Parade Wegen SHaHaM nimmt FRIEDA nicht mehr teil.
45. Rhinplate Rund in Glückstadt 28. bis 29.September 2019 in Glückstadt
Tage der Industriekultur am Wasser 29. September 2019 zusammen mit 3. Maritimer Ewer-Markt im Binnenhafen
Offene Luke mit Glühwein jedes Jahr Im Dezember
 

(Wer im Mail-Verteiler aufgenommen ist, bzw. wünscht da aufgenommen zu werden, erhält im Frühjahr den aktuellen Törnplan)

Albers Schipper

Die Familie Albers ist seit über 300 Jahren in den Vier-und Marschlanden / Hamburg angesiedelt. Aus dieser Zeit gibt es  viele Fotos und Geschichten, die sich mit der Schifffahrt, der Schipperei, den LKW´s, die die Schiffe ablösten, sowie den Land  und Leuten beschäftigen. Dieses soll der Nachwelt und auch den Nachkommen zugänglich sein.

Einer der ersten Wasserfahrzeuge, mit dem die Gebrüder Albers ihr Unternehmen aufgebaut haben, war ein „Fliegenberger Ewer“ und einer der ersten Lastwagen war ein Ford BB. Der Ewer, ein sogenannter Vierländer Gemüseewer, wurde in Bergedorf jetzt in Holz nachgebaut und die Restaurierung eines LKW, Ford BB Baujahr 1939 wird später wohl auch noch veröffentlicht werden.

Die bisherige Familiengeschichte ist unter DIESEM LINK im pdf-Format herunterzuladen.

Datei kann für privaten Gebrauch gelesen und gedruckt werden. Das Bearbeiten, Verändern und Nutzen von Fotos und Text nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers.

Albers Schipper